Tonight & Only
Es ist ein vertrautes Gefühl, mühelos in ihre Musik eintauchen zu können. Als hätte man ihre Songs bereits schon mal gehört. Dabei klingen sie aber absolut frisch und lebendig. Tonight & Only haben ihre vierte CD nicht von ungefähr "Abafahra" getauft. Man schaltet einen Gang zurück, hört zu, fliesst mit und geniesst. Diese Platte ist der perfekte Pop-Chill-Out für wache Köpfe.
Kaum finden Tonight & Only an irgendwelchen Sounds oder Stilen gefallen, wird es seit jeher in ihre Musik eingebaut. Hier fegt mal Manu Chao über die Bühne, schaut Nino Rota um die Ecke, winken Patent Ochsner vom Balkon, hält Ray Davies die Gitarre oder wippt Tom Waits im Takt mit. Tonight & Only sind offen für alles und jeden und schaffen daraus ihr ureigenes und unverkennbares Sounduniversum. Beseelte, handgemachte und charmante Popmusik, kein überkonfektionierter Sound. Auf ihrer neusten CD "Abafahra" ist dies mehr denn je der Fall. Auch wenn der Titelsong - Ironie des Gassenhauer-Schicksals - als Single einen veritablen Sommerhit abgegeben hat.
Über die Hälfte der Songs werden vom Gitarristen Wädi Gysi in Dialekt gesungen. Auf Bündnerdeutsch, warm und breit, mit Texten weit über dem Durchschnitt. Oft skurril, witzig und lakonisch, immer zärtlich und berührend. Dazu gibt es ein in herrlichem Français féderal gehaltenes Chanson, ein zu Herzen gehender italienischer Walzer und drei vom Perkussionisten Michael Morris in samtenem Englisch gesungene Songs. Eine herrlich farbige Lieder-Palette, von Tonight & Only mit den nötigen Blau- und Grautönen kontrastreich gemischt.
Irene Schmidlin am Akkordeon und Brigitt Rieder am Cello setzen dabei neben Gysi und Morris die instrumentalen Akzente, getragen von Annatina Escher am Kontrabass und Fredi Flükiger am Schlagzeug. Diese Band weiss, dass weggelassene Töne wunderbar klingen können. Sie versteht es aber auch, genau soviel auf’s Gaspedal zu drücken, so dass diese musikalische Fahrt immer spannend bleibt. Denn auch wenn gehörig „Runtergefahren“ wird, zum Stillstand kommen Tonight & Only auf "Abafahra" nie.
- Die Bänd!
Tonight & Only
Wädi Gysi: Gesang & Gitarren
Zum ersten Mal nach Bern kam er mit dem EHC Arosa, als Verteidiger.
Heute ist Wädi Gysi kein Spitzensportler mehr, sondern Gitarrist und Sänger - ein fester, aber etwas unberechenbarer Bestandteil der Berner Musikszene.
Unter dem Bandnamen Tonight & Only, zusammen mit seinem musikalischen Gespielen Michael Morris hat er bereits das dritte Album namens «Picking up the pieces» veröffentlicht. Schon bald mutiert das Duo zum Sextet.
Wädi Gysi ist der musikalische Leiter von Tonight & Only. Wädi Gysi komponiert diverse Filmusiken und gewinnt 2007 den Berner Filmusikpreis für seine Musik zum Film ‚Zu Fuss nach Santiago de Compostela’ von Bruno Moll.
Michael Morris: Gesang & Schlaginstrumente
‚The Voice of Switzerland’. Es gibt wohl keine Schweizer/in, der/die nicht schon seine Stimme gehört hat. Als voice-over-artist hat er schon so manche Sätze in seiner Muttersprache Englisch sagen dürfen, die dann weltweit verbraten wurden.
Das ‚Tonight & Only’ Gründungsmitlied hat mit seiner Stimme schon manche Zuhörerin verzaubert.
Das Gerücht geht um, dass Herr Morris mit dem ‚Göttibuben’ der englischen Königin zur Schule ging. Beweisen tut’s er’s manchmal, eher selten, denn er ist ein Experte für Krawattenknöpfe und soll sogar schon mal im Kensington Palace genächtigt haben.
Irene Schmidlin: Handorgel & Gesang
Hat sich immer mit Musiker umgeben, bis sie endlich gemerkt hat, dass in ihr selber unglaublich viel Musik steckt und endlich in ihr Lieblingsinstrument das Knopfakkordeon verliebt und hält den Rhythmus am dampfen. Sie ist übrigens schwierig in der Band zu halten, denn sie wird mit Anfragen überhäuft.
Brigitt Rieder: Cello
Frau Rieder besitzt ein Kuhrecht auf einer Alp, wohnt aber selber in einer stattlichen Männer WG. Sie bringt viel Erfahrung ins Orchester und hat nebenbei schon bei einigen Berner Hi-Hop Musikern ihr Cellospiel ausgeliehen. Sie spielt die musikalischen Bögen, die Tonight & Only so einzigartig machen.
Annatina Escher: Bassgeige
Unsere Dame am Bass. Sie spielt die Bassgeige mit nötigem Tiefgang, eine sbsolute Groove-Meisterin. Ein Glückfall für Tonight & Only!
Als Freelancerin viel unterwegs in der CH Jazz und Acoustic Pop-Szene.
Fredi Flükiger: Schlagzeug & Gesang
Dieser Mann hat Zirkuserfahrung, er hat in seinem Leben schon so mancher Tusch gespielt. Ihn kann man hinter und auch in der Küche nicht so schnell aus der Ruhe bringen.
Waedi Gysi - Guitar, Vocals
Waedi Gysi tuned his first guitar at twelve. He's been in-tune ever since, following his heart beat by beat. It's led him to the stars and
back...and he's returned with a twinkle. After playing with Amy Denio, one of Seattle's singing sensations, Waedi was inspired to make magic.
He soon became a sage of sound, flashing the fret board with his fingers and conjuring up vibes from the deep. He sings, too.
He started his own label Blue Tiger Records in 2002. The first release with Tonight & Only's debut album 'Beach of Blue'.
Former 'Swiss ice hockey stag', Waedi was another prolific member of the European improvising community, playing and recording with John Zorn, Fred Frith, Chris Cutler, Hans Reichel, Mich Gerber, Peter Brötzmann, Werner Lüdi and countless others. He has toured Japan and Russia and has played festivals in North and South-America. He received numerous awards for his ground-breaking style which combined the raw energy of punk music and free jazz with the melodicism of world soul music. Together with Mich Gerber he has worked with bands such as Nuage du Courage, Blauer Hirsch and Die Hand.
After many moons of bands and lands, groups and troupes, he met shakra-shaker, rhythm-maker Michael Morris and Tonight & Only saw the light of day.
Michael Morris - Vocals, Drums & Percussion
Michael Morris hits things: but with compassion. As a small boy he could be heard beating on a fur drum. Little Michael was vocal - and still is, but he means well. He also used to chant along to those soft, little rhythms. But, in a nutshell, this is what happened: he became a rock drummer, then studied jazz, went wild in the Eighties playing Neue Deutsche Welle, moved on to Brit-Pop and then: became a small boy again.
In fact, he merely rediscovered his roots, chanting and beating on more furry drums. Yes, it can happen to the best of us. He discovered the cajon (wooden box drum) while travelling in Peru, studied Afro-Cuban percussion and gradually became a globally mixed-up Brit until he tripped up on Waedi's strings and things and fell on his feet. Life is full of surprises. Believe it or not, he was recently invited by the great Patti Labelle to sing a duet at a concert in Washington DC: you know, that naughty song "Voulez-vous...
ecoutez Zoobaloo."